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baum, gegenüber dem Gebüſch worin der Tui ſang, breitete ſie dieſe Matte aus und legte ſich darauf.
„Der Chevalier wußte nicht, ob er wachte oder träumte, ob er ſeine Augen offen halten oder ſchlie⸗ ßen ſollte.
Nie war eine Statue vollkommener aus den Händen eines Bildhauers hervorgegangen; nur ſchien dieſe nicht von blaſſem carrariſchem oder pa⸗ riſchem Marmor, ſondern von florentiniſchem Erz zu ſein.
Einige Augenblicke hörte ſie dem Geſang des Tui zu und ſchüttelte von Zeit zu Zeit durch eine Bewegung ihrer Schulter den Orangenbaum, an welchen ſie gelehnt war, worauf derſelbe den duf⸗ tigen Schnee ſeiner Blüthen auf ſie herab ergoß.
Dann ſank ſie allmählig, ohne eine andere Decke als ihre langen Haare, mit denen ſie ſich übrigens beinahe ganz einhüllte, zuſammen und entſchlief, den Kopf unter ihrem Arme, wie ein Vogel den ſeinigen unter ſeine Flügel ſteckt.
Der Chevalier brauchte länger um einzuſchlafen, und es gelang ihm erſt, indem er ſich gegen den Verſchlag zukehrte und Mathildens Namen dem eben Geſehenen als einen Schild entgegenhielt.
Als der Capitän am folgenden Tag ins Zimmer ſeines Freundes trat, traf er ihn nicht blos wach, ſondern bereits auf den Beinen, obſchon es kaum ſechs Uhr war.
Der Chevalier klagte, daß er ſchlecht geſchlafen habe. Dumesnil ſchlug ihm zu ſeiner Erholung einen Spaziergang vor und Diendonné ließ es ſich gefallen.


