Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Aber obſchon der Capitän ihm erklärte, daß in dieſem Eden Polyneſiens Männer und Weiber nackt ſchlafen, indem ſie die höchſte Wolluſt darin finden ihr Fleiſch mit dem milden Nachtwind in Berührung zu bringen, ſo wollte er doch weder ſein Hemd noch ſeine Unterhoſen ausziehen.

Als der Capitän ihn, wie er ſchon ſeit drei Jahren pflegte, ſchlafen gelegt hatte, begab er ſich auf ſein eigenes Zimmer d. h. in die zweite Ab⸗ theilung des Häuschens.

Die zwei andern Abtheilungen wurden von der taitiſchen Familie bewohnt, welche mit dem Capitän einen Pachtvertrag abgeſchloſſen und nach den Be⸗ ſtimmungen deſſelben die beiden Zimmer augenblick⸗ lich abgetreten hatten.

Der Chevalier wußte Nichts von dieſem Detail; er fragte nie nach Etwas, und nachdem der Ver⸗ ſchlag, der ihn von ſeinen Wirthsleuten trennte, wohl verſchloſſen worden, war es ihm nicht einmal eingefallen zu fragen, was auf der andern Seite des Verſchlages ſei.

Was das Auge des Chevaliers anzog, wenn es ſich überhaupt von Etwas anziehen ließ, das war eines jener großen Naturſchauſpiele, welche geſchaffen ſcheinen, um einem tiefen Gefühl als Rahmen zu dienen. Und überdieß hatte ſich, wie wir bereits geſagt haben, der arme Dieudonns erſt ſeit einigen Stunden erinnert, daß er überhaupt Augen beſaß.

Er legte ſich alſo nieder, und während er ſich in ſeine Erinnerungen vertiefte, ſchaute er durch die Oeffnungen des Häuschens hindurch dieſen ſchönen Himmel, dieſes azurne Meer an.