Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Dann mitten unter all Dem, unbekümmert um die Abgründe, die Felſen, die Haifiſche, die man von Zeit zu Zeit ſchnell wie Pfeile von polirtem Stahl vorbeikommen ſieht, Weiber, Nymphen, die nicht einmal dem Namen nach wiſſen was Schaam iſt: die Landesſprache hat kein Wort, um dieſe le⸗ diglich chriſtliche Tugend auszudrücken; Weiber, die ſich ohne andere Schleier als ihre langen Haare in dieſes Waſſer tauchen, das man vermöge ſeiner Klarheit für verdickte Luft halten könnte, die ſich darin drehen, wenden und dermaßen verknäueln, daß man wohl ſieht, wie das Meer ihr zweites Ele⸗ ment iſt, und daß ſie kaum auf die Oberfläche des Waſſers zurückzukommen brauchen, um zu athmen.

Dem armen Chevalier gaukelte und tanzte es vor den Augen wie einem Betrunkenen.

Der Capitän mußte ihn halten, als er ans Land trat.

Er ſetzte ſich mit ihm unter einen blühenden Pandanus.

„Nun,“ fragte ihn Dumesmil,„was hältſt Du von dieſem Lande, mein lieber Dieudonné?“

„Es iſt das Paradies,“ antwortete der Chevalier.

Dann murmelte er mit einem Seufzer:

„O, wenn Mathilde hier wäre!“

Und ſeine Augen verloren ſich mit einem me⸗ lancholiſchen Ausdruck, deſſen man dieſes rundliche Geſicht nicht fähig geglaubt hätte, in den Tiefen des unermeßlichen Horizonts.

Der Capitän ließ ihn unter ſeinem Pandanus nachſinnen und nahm Rückſprache mit den Einge⸗ borenen; ſo mild die Luft, ſo koſend der Seewind