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Der Capitän hatte dem Chevalier ſo viele Sa⸗ chen beigebracht, daß dieſer nicht daran zweifelte, er werde ihn auch das Schwimmen lehren, wie er ihn das Fechten, das Reiten, das Flinten⸗ und das Piſtolenſchießen gelehrt hatte.
„Nein,“ ſagte Dumesnil,„ich werde Dich nicht ſchwimmen lehren.“
SeD machte Dieudonné erſtaunt,„und warum nicht?“
„Weil hier zu Lande die Frauen Schwimm⸗ meiſter ſind.“
Der Chevalier wurde roth; er fand den Scherz etwas leichtfertig.
„Schau nur hin,“ ſagte Dumesnil.
Und als man ſich Abends fünf Uhr dem Ufer näherte, zeigte er ihm einen ganzen Haufen von Weibern, die ſich im Waſſer beluſtigten.
Der Chevalier folgte dem Zeigefinger des Ca⸗
pitäns mit den Augen. 3 Jetzt erblickte er ein Schauſpiel, das ihn unwill⸗ kührlich feſſelte.
Etwa ein Dutzend Weiber, nackt wie die antiken Nereiden, ſchwammen in dieſem blauen Meer herum, wo man auf dreißig oder vierzig Schritte unter dem Waſſer jene merkwürdige unterſeeiſche Vegetation ſehen kann, die dieſe Corallenbänke bildet, welche die Inſel umgeben.
Denkt Euch rieſige Steincorallen in Geſtalt un⸗ geheurer Schwämme, an denen jedes Loch ein dü⸗
ſterer klaffender Abgrund iſt, worin man Fiſche von allen Größen, Geſtalten und Farben, blau, roth, gelb und goldig, wimmeln ſieht.—


