Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

hatte ſich in grenzenloſe Prärien verirrt und hatte nicht ein einziges Mal den Horizont befragt, ob ſie wohl auch ein Ende nehmen würden.

Aber als er nach Papaeti kam, konnte er nicht umhin zu ſagen:— „So iſts recht! Das ſcheint einmal ein ange⸗

nehmes Land zu ſein! Wie heißt es, Dumesnil?“

„Es hat viele Namen,“ antwortete der Capi⸗ tän:„Quiros, der es zuerſt beſuchte, hat es Sahi⸗ taria genannt; Bougainville, als ächter Franzoſe aus dem achtzehnten Jahrhundert, Neu Cytherea; Cook die Freundſchaftsinſel; Du ſiehſt, daß Du die Wahl unter den Namen haſt.“

1D6 Chevalier fragte nicht mehr, dieß war ſchon viel.

Nachdem man mit Hilfe eines indianiſchen Loot⸗ ſen, der an Bord gekommen, durch einen ſchmalen Paß zwiſchen Felſenriffen gefahren war, warf man die Anker in einer Rhede, ſo ruhig wie ein Landſee.

Eine Menge Nachen fuhr herbei, um die Paſſa⸗ giere abzuholen; dieſe Nachen beſtanden, gleich denen von Neuſeeland, von den Fichteninſeln und den Sandwichsinſeln, aus einem einzigen Baumſtamm.

Als der Chevalier in ein ſolches Fahrzeug hin⸗ einſprang, hätte es beinahe umgeſchlagen.

„Gut,“ ſagte er, ohne die mindeſte Gemüthsbe⸗ wegung zu verrathen,„noch ein klein Wenig, ſo wäre ich ertrunken.“

„Wie! Du kannſt nicht ſchwimmen?“ fragte Dumesnil.

„Nein,“ antwortete der Chevalier einfach;„aber Du wirſt es mich lehren, nicht wahr, Dumesnil?“