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dahin, aber ſobald ſie an Bord waren, erklärte ihm Dumesnil, er habe Plätze auf dem Schiff ge⸗ nommen, und am nächſten Morgen um ſechs Uhr gehe es nach Amerika.
Der Chevalier hörte ihn mit Ueberraſchung an, hatte aber gegen den Plan Nichts einzuwenden.
In Paris hatte ſich der Chevalier eines Tags, als ihn ſein Freund, vielleicht abſichtlich, allein ge⸗ laſſen, verſtohlener Maßen nach der Rue de lUni⸗ verſité begeben, offenbar um Frau de la Graverie wieder zu ſehen, vielleicht um ihr zu verzeihen.
Der Concierge hatte ihm geantwortet, am Tag, an dem er ſelbſt nicht nach Hauſe gekommen, ſei Frau de la Graverie abgereist, und man wiſſe nicht,
was aus ihr geworden.*
Alle Anſtrengungen, die Herr de la Graverie gemacht, um ihren Aufenthalt zu entdecken, hatten weiter zu Nichts als zu der Gewißheit geführt, daß ſie Frankreich verlaſſen habe.
Jetzt erſt, als der arme Chevalier die Ueber⸗ zeugung hatte, daß er ſeiner Frau gegenüber nicht mehr die Milde üben könne, die er ihr zu beweiſen bereit war, verſtand er ſich dazu ſeinen Freund nach Havre zu begleiten.
Ueberdieß hatte Mathilde bei ihrer Abreiſe aus Frankreich ihren Weg vielleicht über Havre genom⸗ men, und in Havre konnte ihm vielleicht ein glück⸗ licher Zufall Nachrichten über ſie verſchaffen.
Gleichwohl hatte der Chevalier, das muß man agen, ſein Vertrauen auf das Schickſal einiger⸗
aßen verloren und er rechnete nicht allzu ſangui⸗ Dumas, Black. I. 9


