Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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„Wohin iſt ſie gegangen?... Sie war da und zwar ſo eben noch.“

Hätte Dieudonné in dieſem Augenblick das ehr⸗ liche Geſicht ſeines Freundes geſehen, ſo hätte er glauben können, er werde ebenfalls in Ohnmacht fallen, ſo blaß war es.

„Mein Lieber,“ ſagte Dumesnil,„Du delirirſt: Deine Frau iſt nie hieher gekommen.“

Dieudonné ſchaute den Capitän mit fieberglü⸗ henden Augen an.

„Und ich, ich ſage Dir, daß ſie ſo eben da war, daß ſie auf den Knien lag, daß ſie weinte und mir die Hände küßte.“

Der Capitän that ſich Gewalt an um zu lügen.

„Du biſt ein Narr,“ ſagte er;„Frau de la Graverie iſt ganz ſicher zu Hauſe, ſie weiß von allem Vorgefallenen Nichts und hat folglich keinen Grund gehabt zu mir zu kommen.“

Der Chevalier ließ mit einem tiefen Geächze ſei⸗ nen Kopf auf das Kiſſen zurückfallen.

„Und gleichwohl,“ ſagte er,„würde ich darauf geſchworen haben, daß ſie vor einem Augenblick noch da war, und daß ſie ſchluchzend ſich ſelbſt anklagte ... ja und ſie nannte Dich...“

Etwas wie ein Blitz durchzuckte das Hirn des Unglücklichen.

Er richtete ſich beinahe drohend auf.

„Wie heißeſt Du?“ fragte er ſeinen Freund.

„Ei, Du weißt es ja, es müßte ſich nur Dein Delirium wieder eingeſtellt haben,“ ſagte Dumesnil.

„Dein Taufname?“

Der Capitän begriff.