Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Den armen Chevalier de la Graverie.

Er war ein Beiſpiel dafür, daß man, ohne phy⸗ ſiſch oder moraliſch im Mindeſten ein Märchenheld zu ſein, alle menſchlichen Schmerzen erleiden kann, die in den Worten enthalten ſind: Er liebte und er iſt getäuſcht worden.

Deßhalb warf ſich auch Dieudonné, als er allein gelaſſen war, nicht in intereſſante Poſen, wie An⸗ tony oder Werther, ſondern überließ ſich ganz natürlich ſeiner Verzweiflung.

Er durchmaß ſein Zimmer in der Länge, in der Breite, in der Diagonale und rief Mathilde, indem er ſie nicht undankbar, treulos und grauſam ſchalt, ſondern ſie mit den ſüßeſten und bezauberndſten Na⸗ men belegte, die er ihr zu geben gewöhnt war. Er

machte ihr Vorwürfe, wie wenn ſie ihn hören könnte.

Er ſann, um einen Grund gegen ſich ſelbſt zu fin⸗ den, darüber nach, ob er ihr nicht irgend eine Ver⸗ anlaſſung zur Klage gegeben habe, die ihren Ver⸗ rath rechtfertigen könnte. Er trocknete ſeine Thrä⸗ nen, um ſie nach einem Augenblick von Neuem zu trocknen.

Nun wohl, wir geſtehen es, das ſind Schmer⸗ zen, denen alle unſere Sympathien gehören; dieſe Schwäche des Mannes, dem die Kraftloſigkeit des Kindes noch anklebt, iſt herzzerreißend, da man ahnt, daß ſie in ſich ſelbſt keinen Troſt findet, und da ſie auch bei den Andern keinen ſuchen wird; für ſie hängt dann Alles von Gott ab; nicht als ob dieſe Schwäche Glauben hätte; nicht als ob ſie ſagte: Du haſt mir mein Gluͤck gegeben, Du haſt es mir wieder genommen; ſei geprieſen, mein Gott! ſon⸗