Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

116

Du bereits vergeſſen, daß Du Jemand, ich will nicht ſagen wegen Deiner Ehre, ſondern wegen der ſeinigen zur Rechenſchaft zu ziehen haſt?

ed ich geſtehe, ja ich hatte es vergeſſen. Du⸗

mesnil! Dumesnil! ich dachte an Mathilde.

Und der Chevalier brach von Neuem in einen Strom von Thränen aus.

Weine, weine, mein Freund! ſagte der Capi⸗ tän,der liebe Gott, der Alles wohl macht, hat in den Herzen guter und ſchwacher Weſen große Ventile eingerichtet, um einen Schmerz auszugießen, der ſie ſonſt tödten würde. Weine! oh, ich werde Dir nicht rathen Deinen Thränen Einhalt zu thun.

Nun wohl, mein Freund, ſo geh, ſagte der Chevalier;geh, ich danke Dir, daß Du mich an meine Pflicht erinnert haſt.

Ich gehe.

Noch eine einzige Bitte.

Welche?

Sorge, daß die Sache nicht in die Länge ge⸗ zogen wird; richte es wo möglich ſo ein, daß morgen früh Alles abgemacht iſt.

Sei ruhig, mein Freund, ſagte der Capitän, indem er den Chevalier an ſein Herz drückte;ich müßte ſogar großes Unglück haben, wenn nich heute Abend ſchon Alles im Reinen wäre.

Der Chevalier blieb allein,

Und hier halten wir inne, um unſere Leſer ganz gehorſamſt um Verzeihung zu bitten.

Wir haben ihnen gleich im Anfang geſagt, daß dieſes Buch kein Roman ſei wie andere

Hier der deutliche Beweis.

.