Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Und zu ſeinem Bruder ſich wendend fuhr er ort:

Baron, ich gebe Ihnen mein Wort, daß morgen um dieſe Stunde entweder Herr von Pontfarcy todt ſein wird, oder ich. Iſt das Alles was Sie als Vertreter der Familienehre verlangen?

Nein, denn ich kenne Ihre Schwäche, mein Bruder. Ich verlange eine Vollmacht, um gericht⸗ lich Ihre Trennung gegen Ihre unwürdige Frau zu verfolgen.

Und dieſe Vollmacht haben Sie ohne Zweifel ſchon ganz fix und fertig, mein Bruder?

Es fehlt nur noch Ihre Unterſchrift.

Ich dachte mirs wohl... Eine Feder, Dinte und die Vollmacht!

Da haben Sie Alles was Sie verlangen, mein lieber Dieudonné, ſagte der Baron, indem er ſeinem Bruder mit der einen Hand die Vollmacht, mit der andern eine eingetunkte Feder überreichte.

Der Chevalier unterzeichnete, ohne eine Klage hören zu laſſen, ohne einen Seufzer auszuſtoßen.

Nur war die Unterſchrift ſo zitterig, daß man ſie kaum leſen konnte.

Beim Teufel! ſagte der Capitän, indem er ſeinen Freund fortzog und einen letzten Blick auf den Baron warf,man hat ſchon gar Manchen gehenkt, der es nicht ſo gut verdient hatte wie Dieſer!