buhler erlangen. Ich aber hatte Nichts als ſie;
Beförderungen, die Auszeichnungen, die Eure Neben⸗
ſie war mein ganzes Leben, meine ganze Freude, mein ganzer Ehrgeiz auf der Erde. Die Worte, die aus ihrem Munde kamen, waren die einzigen, denen ich einen Werth beimaß, und jetzte da ich fühle, daß mir alles das auf einmal unter meinen Füßen fehlt, ſo iſt es mir, als träte ich in eine Wüſte, ohne Waſſer, ohne Sonne und ohne Licht, als ſollte ich nie mehr ein anderes Gefühl haben, 5 das meiner Schmerzen. Oh, mein Gott! mein ott!“
„Bah!“ ſagte der Baron,„das ſind lauter leere Redensarten.“
„Mein Herr,“ machte der Capitän beinahe drohend.
„Oh!“ verſetzte der Baron, der ſeine Erbſchaft nicht aus dem Auge verlor,„Sie werden mich nicht verhindern meinem Bruder zu ſagen, daß er es dem Namen, den er führt, ſchuldig iſt ihn nicht herabzu⸗ würdigen zu laſſen; wenn Sie aufhören eine Ihrer unwürdige Frau zu ſchätzen, ſo hören Sie auf ſie zu lieben.“
„Alles das ſind falſche, ſophiſtiſche Paradoxen,
mein Bruder,“ rief der Chevalier mit Verzweiflung
im Herzen,„denn noch in dieſem Augenblick, wo
Mathildens Vergehen mir das Herz bricht, wo die
Schaamröthe mein Geſicht bedeckt, ſeht, noch in
dieſem Augenblick liebe ich ſie! ja, ich liebe ſie.“ „Freund,“ murmelte der Capitän,„Du mußt
Dich als Mann zeigen, Du mußt leben!“
„Leben! Warum jetzt noch leben? Ach ja, um


