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„Nun, was iſt es denn?“ murmelte der arme Dieudonné erbleichend, ſo große Angſt hatte er zum Voraus vor dem Losplatzen der Bombe, welche der Baron mitten in ſein Glück werfen wollte.
5„Nichts für den Augenblick.“
„Wie ſo? Nichts für den Augenblick?“
„Nein, ich werde es Ihnen ſpäter ſagen, wenn wir in meinem Hotel ſind, im Fall Sie mich dahin begleiten wollen.“
Dumesnil ſah, daß der Baron mit ſeinem Bru⸗ der allein zu ſprechen wünſchte, und da der Erſtere dem Letzteren nicht verhehlt hatte, daß ſeine Mit⸗ theilung unangenehmer Art ſein würde, ſo hatte er kein übergroßes Verlangen dieſer Beſprechung an⸗ zuwohnen.
„Verzeihen Sie, mein lieber Dieudonné,“ ſagte er,„da fällt mir gerade ein, daß ich bei meinem Oberſten erwartet werde.“
Und er reichte dem Chevalier eine Hand, wäh⸗ rend er mit der andern den Baron ſalutirte.
Dieudonné aber, der ſich von einem unerwar⸗ teten Unglück bedroht ſah, war nicht der Mann demſelben allein die Stirne zu bieten; er nahm den Arm, den der Capitän zurückgezogen hatte, und ſteckte ihn wieder in den ſeinigen.
„Bah!“ machte er,„dieſen Morgen haben Sie mir geſagt und ſogar erklärt, daß Sie für den gan⸗ zen Tag frei ſeien; Sie dürfen daher nicht allzu ſehr den Discreten ſpielen, ſondern müſſen jetzt auch meinen Bruder mitanhören. Zum Teufel! Sie haben ſo eben noch die Hälfte meiner Freude an⸗


