Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Er war St. Ludwigsritter und war nicht mehr Musketier.

Die zweite Reſtauration kam zu Stande; der Baron kehrte im Gefolge der Bourbonen zurück und bezog ſeine Wohnung in der Rue de Varennes von Neuem.

Nur beſuchte er ſeinen Bruder nicht. Er be⸗ trachtete es als eine große Uebervortheilung, daß Dieudonné decorirt worden war, und er nicht.

Die Folge davon war, daß der Chevalier de la Graverie, da er keinen Vermittler mehr hatte, ſeine Angelegenheit mit dem König direct abmachte.

Er erhielt die Vergünſtigung, daß er ſeinen Musketiersſäbel gegen den Stab eines Ceremonien⸗ meiſters vertauſchen durfte, was ihm große Freude machte, da letztere Charge vollkommen friedlich war und daher ſeinen Neigungen weit beſſer zuſagte als die erſte.

Aber als der Chevalier einmal ſeines Harniſches entledigt war, ſuchte er, in Folge einer bei Leuten ſeiner Gemüthsart ziemlich häufigen Anomalie, be⸗ gierig die Geſellſchaft Derjenigen welche die Uni⸗ form trugen.

Er ſchien der ganzen Welt beweiſen zu wollen, daß auch ſein Haupt einſt mit dieſem glückſeligen Federbuſch geſchmückt geweſen, der ihn ſo ſchrecklich beläſtigt hatte, ſo lange er das Recht beſaß ihn zu tragen.

Wenn er alſo von Dienſtwegen dem Diner in den Tuilerien anwohnte, ſo ſtellte er ſich mit Vor⸗ 8 liebe mitten unter die Offiziere der Haustruppen und behandelte ſie als Cameraden,