Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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8⁵

„Was 20

„Daß, wenn auch Sie ſelbſt Ihren großen Säbel nehmen und fahnden können auf wen Sie wollen, Dieudonné dieß nicht thun kann.“

„Wie ſo, er kann nicht?“

„Nein; Dieudonné gehört zu den Haustruppen des Königs; er muß thun was dieſe thun. Wenn er jetzt Paris verließe, und thäte er es auch, um auf Napoleon zu fahnden, ſo wäre er ein De⸗ ſerteur.“

Der Baron biß ſich in die Lippen.

„Ah!“ ſagte er,„es ſcheint, Sie ſind Dieu⸗ donnés Major⸗General.“

„Nein,“ antwortete Mathilde einfach,„Dieu⸗ donnés Major⸗General iſt, glaube ich, der Herzog von Raguſa.“

Und ſie machte ſich ruhig wieder an ihre Ta⸗ piſſerie, während der Chevalier ſie voll Bewunde⸗ rung anſchaute.

„Nun ſo ſei es denn,“ ſagte der Baron,„ſo werde ich ohne ihn gehen.“

„Und die Ehre davon wird lediglich Ihnen allein zufallen,“ ſagte Mathilde.

Der Baron warf einen Blick des Haſſes auf die junge Frau und entfernte ſich.

„Was ſagſt Du von dem Beſuch meines Bru⸗ ders?“ fragte Dieudonné noch ganz zitternd.

„Ich ſage, daß er, nachdem er Dir die Hälfte Deines Vermögens abgelockt hat, Dich vielleicht nicht ungern tödten ließe, um den Reſt zu erben.“

Dieudonné machte eine Grimaſſe, welche be⸗ deutete:„Du könnteſt wohl Recht haben.“ Dann