Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Herr de la Graverie wäre ganz ſicher der glück⸗ lichſte aller Ehemänner geweſen, wenn er nicht mit der unglückſeligen Gunſt bedacht worden wäre un⸗ ter die grauen Musketiere aufgenommen zu werden.

Ganz beſonders jener furchtbare Escortetag, der alle Monate wiederkehrte und wie ein Damocles⸗ ſchwert über ſeinem Haupt ſchwebte, vergiftete ſeine ſüßeſten Augenblicke!

VII.

Wo ein Ereigniß eintritt, das den Chevalier de la Gra- verie auf drei Monate ſeines Esrortiergeſchäftes entbindet.

Der Monat Februar verfloß, wie der Monat Januar verfloſſen war; die Reihe des Escortirens kam wieder an den Chevalier. Es waren dieſelben Beängſtigungen, aber diesmal noch beſſer gerecht⸗ fertigt. Schlecht im Zügel gehalten ſtürzte das Pferd des Musketiers, Herr de la Graverie flog über ſeinen Kopf hinweg, rollte auf das Pflaſter und verſtauchte ſich die Schulter.

Beinahe vergnügt darüber, daß er ſo wohlfeilen Kaufs davongekommen, wurde er nach Hauſe gebracht.

Der Unfall des Chevalier wurde ruchbar. Die angeſehenſten Leute am Hof gaben ihre Carten bei ihm ab oder kamen perſönlich.

Der König ließ dreimal nach ſeinem Befinden fragen.

Die Freude des Barons war unbeſchreiblich.

Wiſſe den Umſtand auszubeuten, ſagte er zu ſich ſelbſt,und dein Glück iſt gemacht.