74
mit religiöſer Pünktlichkeit erfüllte, hatte ein ein⸗ ziger Punkt Herrn de la Graverie junior, unge⸗ mein beſchäftigt.
Es waren die Worte:
Seine Majeſtät wird täglich, das Wetter mag gut oder ſchlecht ſein, ausfahren und von drei bis dreiviertel auf ſechs Uhr ausbleiben.
Die Haustruppen lieferten die Escorten für die Spazierfahrten, und zwar die rothen Haustruppen ſo gut wie die andern.
Da aber die Haustruppen des Königs ein an⸗ ſehnliches Corps waren, ſo kam die Reihe an Jeden blos alle Monate.
Der Zufall wollte, daß der Chevalier fünfund⸗ zwanzig Tage darauf warten mußte.
Endlich kam der Tag.
Es war ein Schreckenstag. Mathilde und der Baron waren entzückt: ſie hofften, daß ihr Bruder und Gemahl die Aufmerkſamkeit des Königs auf ſich lenken würde.
Beim geringſten Geflimmer konnte das Nebel⸗ bild ein Stern werden.
Ach! der arme zukünftige Stern war hinter einem furchtbaren Gewölke verborgen, dem Gewölke der Furcht.
Gleich wie der Tag gekommen war, kam auch die Stunde; die Escorte wartete zu Pferd im Hofe.
Der König kam herab, und wie gewöhnlich war er kaum in ſeinen Wagen geſtiegen, als die Pferde ſich in Galopp ſetzten.
Wer den Chevalier de la Graverie angeſchaut


