Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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geſchämt ein gänzlich harmloſes Weſen zum Stich⸗ blatt ihrer Spöttereien zu machen, obgleich er, wenn er nur die geringſte Doſis Eigendünkel beſeſſen hätte, in Folge der Hilfe die ihm geleiſtet wurde ſich leicht für den glänzendſten Reiter der Schwa⸗ dron hätte halten können.

Aber das that Dieudonné nicht: er fühlte ſich unter dem ſchönen geſtickten Kreuz das er auf ſei⸗ ner Uniform trug ſo unbehaglich, daß er ſeine Ca⸗ ſake gern in eine Ecke geworfen haben würde, wenn er nicht gefürchtet hätte ſeiner Frau Kummer zu bereiten und mit ſeinem älteren Bruder in Streit zu gerathen.

Etwas erſchreckte ihn ganz beſonders: einmal mußte die Reihe an ihn kommen, daß er den König zu escortiren hatte. Dann war man nicht mehr in

Reihe und Glied, ſondern galoppirte an den Wa-

genſchlägen und Jeder für ſeine eigene Rechnung. Und die Ausfahrten des Königs fanden mit einer verzweifelten Regelmäßigkeit ſtatt; Ludwig XVIII. war in ſeinen Gewohnheiten ungemein geregelt.

Nie that er an einem Tag etwas Anderes, als was er am vorhergehenden gethan hatte, was die Arbeit des modernen Dangeau ſehr vereinfacht ha⸗ ben würde, wenn Ludwig XVIII., gleich ſeinem Vorfahrer und Ahnherrn Ludwig XIV., einen Dan⸗ geau gehabt hätte.

Nun war aber Folgendes das alltägliche Tage⸗ werk des Königs von ſeiner Rückkehr am 3. Mai 1814 an bis zu ſeinem Tod am 25. December 1824: man verzeihe mir, wenn ich mich um ein paar