Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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tent als grauer Musketier, und da er ihm die an⸗ genehmſte aller Ueberraſchungen zu bereiten meinte, ſo ſagte er ihm kein Wort von ſeinen dießfalſigen Schritten. 3

So kam es, daß Dieudonné eines Abends, als er ſich zur Tafel ſetzte, unter ſeiner Serviette ein mit der UnterſchriftLudwig verſehenes Patent antraf, kraft deſſen er der Ehre theilhaftig wurde in dieſes bevorrechtete Corps zu treten.

Dieß war in der That eine große Chre: die jungen Leute aus den erſten Familien Frankreichs drängten ſich zu den rothen Haustruppen herbei, wie man das Corps damals nannte.

Denn ſchwarze wie graue Musketiere waren roth uniformirt, ihre Bezeichnung kam von der Farbe ihrer Pferde, nicht ihrer Caſaken her; und überdieß hatte jeder Musketier Lieutenantsgrad.

Aber ſo groß dieſe Ehre war, ſo müſſen wir doch geſtehen, daß Herr de la Graverie ſeit dem Brief, welcher ihn den Annehmlichkeiten ſeiner Ein⸗ ſiedelei entriſſen, nie eine unangenehmere Gemüths⸗ erſchütterung erlitten hatte, als jetzt beim Anblick dieſes Pergaments.

Es ſchwindelte ihm vor den Augen, ein kalter Schweiß brach an ſeinem ganzen Leibe aus. Mit einer Entſchloſſenheit, die Niemand von dieſer gutmüthigen und gefälligen Natur zu erwar⸗ ten berechtigt war, wies er dieſe Ehre zurück und erwehrte ſich ihrer aus einer Menge von Gründen, worunter der beſte unſtreitig der war, daß er, im entſchiedenſten Contraſt gegen d⸗Artagnan, ſeinen Dumas, Black. I. 5