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gemein eindrucksfähige Seele wurde ſchmerzlich da⸗ von ergriffen.
So kam er denn in ziemlich trauriger Gemüths⸗ ſtimmung in Paris an, und nachdem er die Adreſſe des Barons am Schluß des unglückſeligen Briefes, der dieſe ganze Störung verurſachte, geſucht hatte, erſchien er vor ſeinem älteren Bruder, der als ächter Ariſtokrat ſeine Wohnung Rue de Varennes Nro. 4 im Faubourg St. Germain genommen hatte.
Der Baron de la Graverie war beinahe neun⸗ zehn Jahre älter als ſein Bruder.
Er war in voller Monarchie im Jahre der Thronbeſteigung Ludwigs XVI. geboren.
1784 hatte er ſeine Beweiſe von 1599 vorgelegt und war als Page in die Ställe des Königs ge⸗ treten.
1789, nach der Einnahme der Baſtille, war er mit ſeinem Oheim emigrirt.
Daraus folgte, daß er ſeinen Bruder nie ge⸗ ſehen hatte und daher keine tief gehende Zärtlichkeit gegen ihn hegte..
In dieſen Mangel von Zättlichkeit miſchte ſich ein lebhaftes Gefühl der Eiferſucht; denn leider war, wie man in der Folge ſehen wird, der Baron de la Graverie kein Engel. Er, der nach tauſend überſtandenen Gefahren ohne alles Vermögen aus der Emigration zurückkam, konnte es ſeinem jüngern Bruder nicht verzeihen, daß er ſämmtliche Reich⸗ thümer der Stiftsdame von Beauterne geerbt, wäh⸗ rend er als älterer Sohn weit größere Anſprüche auf dieſelben zu beſitzen behauptete. Und wie hatte ſein Bruder dieſes Vermögen erworben? Indem


