Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Strenge ihrer Erziehung hatte Mathilde dieſe alten Schwätzerinnen, ſämmtlich von ariſtokratiſcher Ab⸗ ſtammung, nicht blos vom franzöſiſchen Hof von 1789 wohl verſtanden, ſondern auch von allen an⸗ dern Höfen als von wahren Sitzen der Freude und Wonne erzählen gehört, und ihr Inſtinkt na⸗ türlicher Coketterie erregte in ihr den Wunſch dort zu glänzen. 3

Sie hatte, ohne ein einziges Mal ihren Wunſch zu geſtehen, zwanzig Gründe, um ihrem Gemahl darzuthun, daß er den Vorſchriften des Familien⸗ oberhauptes gehorchen müſſe, und ſo viel bedurfte es nicht einmal für einen Mann, welcher gewöhnt war die Worte Mathildens mit derſelben Andacht anzuhören wie ein Grieche das delphiſche Orakel.

Das junge Paar entſchloß ſich alſo das bezau⸗ bernde Neſt zu verlaſſen, das ſeiner Liebe Schutz verliehen, und reiste im Monat Juli des Jahrs

1814 nach Frankreich ab.

Schon auf der erſten Poſt begannen die Drang⸗ ſale für den Chevalier de la Graverie.

Gänzlich von der Bewegung des Wagens, der ſie Beide entführte, und von der Freude darüber in Anſpruch genommen, daß ſie endlich neue Orte und Gegenſtände ſehen ſolle, hatte Mathilde ihre erſten Augenblicke der Zerſtreutheit und ſpielte in dem elegiſchen Zärtlichkeitsduett, das Dieudonné vom frühen Morgen bis zum ſpäten Abend ſingen nde⸗ ihre Rolle nicht mehr ſo gewiſſenhaft wie onſt.

Dieudonné bemerkte es ſehr bald, und ſeine un⸗