Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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entgegenſah, ſagte ſie zu ihm, die Sache habe keine Eile, Kinder von achtzehn Jahren haben noch we⸗ nigſtens vier oder fünf Jahre vor ſich, ehe ſie ſich mit dergleichen Dingen zu beſchäftigen brauchen,

und wenn einmal die Zeit komme daran zu den⸗

ken, ſo werden ſich die Ideen des jungen Mannes in dieſer Beziehung vielleicht vollſtändig verändert haben.

Dieudonné als wohlerzogener Neffe erwiederte Nichts, ſondern verabſchiedete ſich von ſeiner Tante mit einer ehrfurchtsvollen Verbeugung; am Abend ereignete ſich durchaus nichts Außerordentliches, aber als am folgenden Morgen die Zofe der Frau von Beauterne ins Zimmer des jungen Mannes trat, um ihm den herkömmlichen Café mit Rahm zu bringen, da fand ſie das Zimmer leer und das Bett vollkommen unberührt.

Sie lief in der größten Beſtürzung fort, um ihrer Gebieterin die unglaubliche Nachricht zu über⸗

bringen.

In demſelben Augenblick und als die Zofe zum dritten Mal die Phraſe wiederholte:Ich verſichere Sie, Madame, daß der Herr Chevalier nicht einmal in ſeinem Bett geſchlafen hat, meldete man Frau von Florsheim.

Frau von Florsheim war ſehr blaß und ſehr verſtört; ſie kam, um Frau von Beauterne anzu⸗ vertrauen, daß ihre Nichte Mathilde in der Nacht verſchwunden ſei.

Das Verbrechen der jungen Leute lag gegen⸗ über dieſen beiden unberührten Betten ſo klar am