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teauſchen Schäfers im Frack, mit himmelblauen Atlashoſen, weißer Weſte, ſeidenen Strümpfen und Schuhen mit rothen Abſätzen, im Blumengarten der Gemeinde herumgeſprungen, mit einem Mausöhr⸗ chen oder einem Geißblattzweig heimkam, ſo lehrte man ihn dieſen Geißblattzweig oder dieſes Maus⸗ öhrchen ſeiner jungen Freundin zu überreichen, und zwar, den Ueberlieferungen antiker Ritterſchaft zu⸗ folge, mit einer Kniebeugung.
War das Wetter ſchlecht, ſo daß man nicht aus⸗ gehen konnte, ſo ſetzte ſich Frau von Beauterne an ihr Spinet und ſpielte das Menuet von Exaudet; dann kamen Dieudonné und Mathilde, letztere na⸗ türlich eben ſo ſchäferlich gekleidet wie ihr Tänzer, einander an der Hand haltend wie zwei Draht⸗ püppchen, zum Vorſchein, und nun begann eine choregraphiſche Vorſtellung, bei welcher Augen und Herzen der guten Stiftsfräulein vor Wonne über⸗ floſſen.
Wenn endlich nach dem Menuet Dieudonné galant das weiße und parfümirte Händchen ſeiner Tänzerin küßte, da brach ein allgemeines Entzücken los: die guten Damen wußten ſich vor Freude nicht zu faſſen, preßten die Kinder in ihre Arme und erſtickten ſie mit Küſſen.
Es war nicht Dieudonné, es war nicht Mathilde mehr; es war der kleine Gemahl, es war die kleine Frau; und wenn man ſie wie zwei Miniaturen von Liebenden unter den großen Bäumen des Parks ſich vertiefen ſah, ſo rief man ihnen nicht zu: Gehet nicht dahin, Kinder, die Einſamkeit iſt gefährlich und das Halblicht zu fürchten; die guten Stiftsfräulein Dumas, Black. I. 4


