Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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erlegen, ſo daß unſere Erzählung bereits zu Ende wäre oder vielmehr gar keinen Anfang genommen hätte.

Die allgemeine Sorge um ihn war ſo groß, daß ſeine Erziehung einige ſichtbare Spuren davon trug.

In der That verurſachte der Vorſchlag, welchen Frau von Beauterne eines ſchönen Tags wagte, und der auf nichts Geringeres ausging, als daß man Dieudonné fortſchicken ſolle, um ſeine Erziehung bei den Jeſuiten in Freiburg zu vollenden, ein all⸗ gemeines Jammergeſchrei unter den Stiftsdamen. Man erklärte dieß als eine abſcheuliche Härte ge⸗ gen das arme Kind, und der Plan ſtieß auf eine ſo allgemeine Mißbilligung, daß die gute Tante, deren Herz Nichts ſehnlicher begehrte als ſich in die Wünſche der Gemeinde zu fügen, nicht einmal einen Verſuch machte ihr Trotz zu bieten.

Demgemäß blieb es dem guten Jungen ſo ziem⸗ lich freigeſtellt zu lernen was ihm beliebte, und da die Natur ihn mit keinen übertriebenen wiſſenſchaft⸗ lichen Neigungen bedacht hatte, ſo folgte daraus, daß er ſehr unwiſſend blieb.

Es wäre unvernünftig geweſen zu hoffen, daß die guten und würdigen Damen die Moralität ihres Zöglings mit mehr Scharfſinn cultiviren würden, als ſeinen Verſtand; ſie lehrten ihn daher nicht blos Nichts über die Menſchen unter denen er leben, oder über die Gebräuche an denen er den Kopf zerſtoßen ſollte, ſondern ſie hielten auch die fatalen Wirklichkeiten dieſer Welt, die Empfindungen die ſein zartes Weſen verletzen, die Erſchütterungen die