38
IV.
Wie und unter welchen Umſtänden der Chevalier de la Graverie das Tageslicht erblickte.
Man vundere ſich nicht allzu ſehr über dieſen Rückblick, deſſen der Leſer übrigens gewärtig ſein mußte, da er ſah, daß wir unſern Helden in dem Alter anfaßten, wo die intereſſanteſten Abenteuer des Lebens d. h. die Liebesabenteuer zu Ende ſind; wir verpflichten uns nicht über das Jahr 1793 zu⸗ rückzugreifen.
Im Jahr 1793 alſo befand ſich der Herr Baron de la Graverie, Vater des Chevalier, in den Ge⸗ fängniſſen von Beſangon, unbürgerlicher Geſinnung und einer Correſpondenz mit den Emigranten an⸗ geklagt. 3 Der Herr Baron de la Graverie hätte zwar zu ſeiner Vertheidigung anführen können, daß er von ſeinem Geſichtspunkte aus blos den heiligſten Ge⸗ ſetzen der Natur gehorcht habe, indem er ſeinem älteſten Sohn und ſeinem Bruder, die ſich beide im Ausland befanden, einiges Geld zugeſchickt; aber es gibt Augenblicke, wo die Geſellſchaftsgeſetze den Geſetzen der Natur vorgehen, und er hatte nicht einmal daran gedacht dieſen Grund zu ſeiner Recht⸗ fertigung geltend zu machen; ſomit war das Ver⸗ brechen des Barons de la Graverie eines von denjenigen, welche damals einen Menſchen am aller⸗ ſicherſten zum Schaffot führten.
Deßhalb gab ſich auch die Frau Baronin de la Graverie, die frei geblieben war, trotz ihrer vorge⸗


