Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Spiegel in zwei Stücken, welcher die gelben und rothen Zitzvorhänge beſtrahlte, die traurig vor den Fenſtern herabbaumelten.

Aber im erſten Stock war es anders: der erſte Stock wurde freilich von dem Chevalier de la Gra⸗ verie in eigener Perſon bewohnt; dahin würde in gerader Linie der von der Küche ausgegangene Fa⸗ den geführt haben, wenn das Labyrinth in der Rue des Lices eine Ariadne gehabt hätte.

Man denke ſich drei Zimmer, hergerichtet, möb⸗ lirt und tapeziert mit der pünltlichen Sorgſamkeit und der comfortabeln Coketterie, welche das Erb⸗ theil vornehmer Wittwen oder eleganter Damen zu ſein ſcheint: Alles war vorhergeſehen und angeſchafft worden, um das Leben in dieſen drei Bonbonſchach⸗ teln, wovon jede ihre eigene Beſtimmung hatte, lieblich, bequem und angenehm zu machen.

Der Salon, der vermöge ſeiner Größe das Hauptgemach bildete, war mit einem Möbel von moderner Art verſehen,das mit dem größten Re⸗ ſpect und auf das Vorſorglichſte in allen Theilen, welche für die rundliche Perſon des Chevalier Stütz⸗ und Anlehnungspunkte bilden ſollten, in Flock⸗ ſeide eingewickelt war; eine Bibliothek in ſchwarzen Ständern mit Kupferincruſtationen, faſt ſo zierlich wie Bouleſche Möbel, war voll von rothen Saffian⸗ bänden, welche die Hand des Chevalier, das muß man ſagen, nur ſelten und jedenfalls nie auf lange beunruhigte; eine Standuhr, Aurora auf ihrem Wagen vorſtellend, deſſen Räder das Zifferblatt

bildeten, zeigte mit der pünktlichſten Genauigkeit die Dumas, Black. I. 3