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er mit einem Schirm ausging ſtatt mit einem Stock, ferner eine Bank von Eichenholz, auf welche ſich die Bedienten ſetzten, wenn der Chevalier zufällig einmal Beſuche empfing, und Platten von weißen und ſchwarzen Steinen, eine mittelmäßige Nachbil⸗ dung des Marmors, von welchem ſie die Kälte und Feuchtigkeit hatten, eine Feuchtigkeit und Kälte, die im Sommer wie im Winter anhielten. 7
Ein geräumiger Speiſeſaal und ein rieſiger Sa⸗ lon, wo man nur dann Feuer machte, wenn der Chevalier de la Graverie ein Diner gab, d. h. zweimal im Jahr, bildeten nebſt der Küche und der Hausflur das ganze Erdgeſchoß.
Dieſe zwei Gemächer hielten übrigens in Bezie⸗ hung auf Zerfallenheit Alles was die Außenſeite des Hauſes verſprach; der Boden war aufgelockert und buckelig, die Decke grau und ſchmutzig; die Tapeten flatterten zerriſſen, zerfetzt und ſchmierig bei jedem Windhauch, wenn man die Thüre öffnete.
Im Speiſeſaal beſtand das Ameublement aus ſechs Stühlen von weiß angeſtrichenem Holz, einem Nußbaumtiſch und einem Schenktiſch.
Im Salon liefen drei Lehnſtühle und ſieben ge⸗ wöhnliche Stühle einander nach, ohne daß ſie ſich je einholen konnten, während eine mit Heu ausge⸗ ſtopfte Lehnbank frech den Platz und den Namen eines Kanapés uſurpirte; die Decoration und das Mobiliar dieſes Empfangzimmers, wohin der Eigen⸗ thümer außer den bezeichneten Fällen niemals kam, wurde vervollſtändigt durch einen runden Spieltiſch mit ſeiner Lampe, durch eine Pendeluhr mit ſtehen⸗ dem Zeiger und unbeweglicher Unruhe, durch einen


