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ſteht! Ein Hund!... nun ja wohl, ich will Ih⸗ nen zeigen, wie man die Hunde fortjagt.“
Und Marianne verſchwand für dießmal vom Fenſter.
Der Chevalier de la Graverie, welcher über⸗ zeugt war, daß ſie jetzt herabkommen und ihm bei dem kleinen, ehrlichen und gemäßigten Fortjagungs⸗ programm, das er ſich dem Thier gegenüber vor⸗ gezeichnet hatte, beiſtehen würde, näherte ſich wie⸗ der der Thüre; der Hund ſeinerſeits, der feſt ent⸗ ſchloſſen war die Bekanntſchaft eines Mannes zu cultiviren, aus deſſen Taſche ſo gute Zuckerſtücke hervorkamen, näherte ſich Herrn de la Graverie.
Auf einmal trennte eine Art von Sündfluth den Menſchen von dem Thiere.
Eine wahre Waſſerlawine, ein Rhein⸗, ein Nia⸗ garafall ſtürzte vom erſten Stock herab und über⸗ ſchwemmte Beide.
Der Hund ſtieß ein Geheul aus und entfloh.
Der Chevalier zog ſeinen Hausſchlüſſel aus der Taſche, ſteckte ihn ins Schloß, öffnete die Thüre und überſchritt die Schwelle in einem Zuſtand leicht begreiflicher Erbitterung und im Augenblick, wo Marianne die etwas verſpätete Warnung verneh⸗ men ließ:
„Geben Sie Obacht, Herr Chevalier.“


