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antiken Verwünſchungen dargeſtellt ſieht. Ei wie! Sie haben Ihren Schlüſſel, Sie geſtehen es, Sie zeigen ihn mir ſogar und Sie verlangen, ich ſoll im Hauſe herum und über den Hof laufen? Das wird nicht geſchehen, Herr, nein das wird nicht ge⸗ ſchehen! Ich bin ſchon lange Ihrer Launen müde und ich werde mich zu dieſer da nicht hergeben.“
„Oh, die abſcheuliche Megäre!“ murmelte der Chevalier de la Graverie ganz verblüfft über die⸗ ſen Widerſtand und ſchon erſchöpft durch ſeinen Kampf mit dem Hunde; ich glaube wahrhaftig, daß ich ſie trotz ihrer ausgezeichneten Krebsſuppen und Kraftbrühen werde fortſchicken müſſen; da ich jedoch um jeden Preis verhindern will, daß dieſer verwünſchte Wachtelhund ins Haus komme, ſo will ich ihr jetzt nachgeben, werde aber ſpäter meine Revanche nehmen.“
Dann ſagte er in ſanfterem Tone:
„Marianne, ich begreife, daß Ihr Euch über meine ſcheinbare Inconſequenz wundert; aber die Sache iſt die: Ihr ſehet dieſen Hund...“
„Allerdings ſehe ich ihn,“ rief die zänkiſche Per⸗ ſon, welche fühlte, daß ſie alle Vortheile wieder ge⸗ wann, welche der Chevalier freiwillig aufgab.
„Nun denn, er iſt mir gegen meinen Willen von der Reiterkaſerne an nachgelaufen; ich weiß nicht, wie ich ihn fortſchaffen ſoll, und deßhalb wünſche ich, daß Ihr ihn fortjaget, während ich ins Haus hineingehe.“
„Ein Hund!“ rief Marianne;„und um eines Hundes willen beläſtigen Sie ein rechtſchaffenes Mädchen, das ſeit zehn Jahren in Ihrem Dienſte


