Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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mich vergeſſen würdeſt, wenn ich ſchwach genug wäre Dich zu adoptiren. Fort, pack Dich, Medor, fuhr der Chevalier fort, indem er ſich dießmal di⸗ rect an das Thier wendete;Du biſt nur ein Hund, Du haſt nicht das Recht undankbar zu ſein. Ah! wenn Du ein Menſch wäreſt, ſetzte er in Paren⸗ theſe hinzu,dann wäre es etwas Anderes.

Aber ſtatt dem Befehl zu gehorchen oder ſich an die philoſophiſche Betrachtung des Chevalier zu kehren, verdoppelte der Hund ſein Gebelle, ſeine Freudenſprünge, ſeine Einladungen zum Spazier⸗ gang.

Unglücklicherweiſe hatte dieſe zweite Gedanken⸗ reihe, die dem Chevalier wie eine Dämmerungs⸗ fluth, wovon jede Woge finſterer herankommt, zu Gehirn geſtiegen war, ihn verdüſtert; ohne Zweifel hatte er ſich Anfangs geſchmeichelt gefühlt die plötzliche Zuneigung einzuflößen, welche das Thier ihm bewieſen hatte; aber in Folge eines natür⸗ lichen Umſchlags hatte er bedacht, daß dieſe An⸗

hänglichkeit ſicher eine mehr oder minder ſchwarze Undankbarkeit verberge; er hatte die Dauer einer

ſo urplötzlich aus erſter Eingebung hervorgegange⸗ ner Freundſchaft erwogen und ſich endlich in einem Entſchluſſe beſtärkt, den er ſeit einer Reihe von Jahren gefaßt zu haben ſchien und demzufolge wir werden es ſpäter erklären weder Männer, noch Frauen, noch Thiere in Zukunft irgend einen Theil an ſeiner Liebe haben ſollten.

Aus dieſer flüchtigen Skizze muß der Leſer zu erſehen anfangen, daß der Chevalier de la Graverie

Dumas, Black. I. 2

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