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ſeit wenigſtens vierzehn Tagen die Grenze überſchritten
haben..
In dieſen vierzehn Tagen hatten ſie Zeit gehabt, Dona Maria wiederzufinden, und dieſe hatte Vorkeh⸗ rungen zur Flucht von Aiſſa treffen können. Ein gutes Maulthier macht zwanzig Meilen in einem Tag; fünf bis ſechs Tage genügten alſo der ſchönen Maurin, um bis Rianzares zu kommen.
Mauleon zog vorſichtig einige Erkundigungen über die Durchreiſe des Knappen Gildaz ein. Es ſchien in der That nicht unmöglich, daß die zwei Boten den Weg durch den Engpaß von Rianzares, einen leichten, ſiche⸗ ren und bekannten Ort genommen hatten.
Aber die Bergbewohner antworteten, ſie haben in der Zeit, in der Mauleon ſprach, nur einem jungen mauriſchen Reiter von ziemlich wilder Miene durchkom⸗ men ſehen.
„Einen jungen Mauren?“
„Höchſtens zwanzig Jahre alt,“ antwortete der Landmann.
„Er war vielleicht roth angezogen?“
„Mit einer Saracenen⸗Pickelhaube, ja, edler Herr.“
„Bewaffnet?“
„Mit einem breiten Dolch, der an einer ſeidenen Schnur am Sattelbogen hing.“
„Und Ihr ſagt, er ſei allein durch Rianzares ge⸗ kommen?“
„Durchaus allein.“
„Was ſprach er?“
„Er ſuchte ein paar Worte Spaniſch, die er ſchlecht und raſch ausſprach, und fragte, ob der Weg durch die Felſen für die Pferde ſicher ſei, und ob man durch das Flüßchen unten am Bergabhang reiten könne; als wir dies bejahten, gab er ſeinem fluͤchtigen Rappen die Sporen und verſchwand.“ 4
„Allein! das iſt ſeltſam,“ ſagte Mauleon.
Der Baſtard von Mauleon. u. 2


