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ein langſamer feierlicher Zug. Dies waren zuerſt die vier Trompeter, deren Fanfaren das Lager erweckt hat⸗ ten, dann ein Wappenherold, entblößt und hoch in der Luft das Schwert des Connetable mit der breiten Klinge, worauf die Lilien, und mit dem goldenen Griffe tragend; endlich, um einige Schritte zwölf Männern oder vielmehr zwölf ehernen Bildſäulen voranreitend, ein Ritter mit herabgelaſſenem Viſir und ſtolzer Haltung. Sein mäch⸗ tiges ſchwarzes Roß kaute an einem goldenem Gebiß, und ein langes Schlachtſchwert mit einem nach dem Gebrauche jener Zeit blank geglättetem Griff funkelte in der Höhe ſeiner Seite.
In der Nähe dieſes Ritters, doch etwas hinter ihm ritt Mauleon. Er führte die ganze Truppe nach dem allgemeinen Zelte der Chefs, wo der Rath verſammelt war.
Das Stillſchweigen des Erſtaunens und der Er⸗ wartung ſchwebte über dem ganzen kurz zuvor noch ſo geräuſchvollen Lager. Derjenige, welcher der An⸗ führer der Truppe zu ſein ſchien, ſtieg ab, ließ beim Schalle der Trompeten das königliche Banner erheben und trat in das Zelt.
Die Anführer, welche ſaßen, ſtanden bei ſeinem Eintritt nicht auf und ſchauten ſich nur lächelnd an.
„Das iſt das Banner des Königs von Frankreich,“ ſprach der Ritter mit ſanfter, aber eindringender Stimme, indem er ſich vor demſelben verbeugte.
„Wir erkennen es wohl,“ erwiederte Meſſire Hugo von Caverley, der nun aufſtand, um dem Fremden zu antworten,„doch wir warten, bis der Abgeſandte des Königs von Frankreich ſich nennt, um uns vor ihm zu verbeugen, wie er ſich vor dem Wappen ſeines Herrn verbeugt hat.“
„Ich,“ ſprach beſcheiden der Ritter, ſein Helmviſir aufſchlagend,„ich bin Bertrand Dugueselin, Connetable von Frankreich und abgeſandt zu den edlen Herren An⸗ führern der großen Compagnien, denen Gott jede Freude und jegliche Wohlfahrt verleihen möge.“
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