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nun offen und jeder konnte den mörderiſchen Kampf mit anſehen. Die beiden Gegner wanden ſich wie zwei Schlan⸗ gen auf dem Erdboden, und ſchon war es Don Pedro gelungen, ſeinen Bruder unter ſich zu bringen. In dem Augenblick aber, als er einen Dolch aus dem Gürtel zog, um ihn damit zu ermorden, ergriff Dugueselin mit kräf⸗ tiger Hand ſein Bein, ſo daß er das Gleichgewicht verlor und Don Enrigo auf ihn zu liegen kam. Mit der Schnel⸗ ligkeit des Gedankens zog dieſer nun ſeinen Dolch hervor und ſtieß ihn bis an das Heft in Don Pedro's Hals. Ein dicker Blutſtrom entquoll der tödtlichen Wunde, Don Pedro's Augen erloſchen und er fiel entſeelt zurück.
Ein düſtres Schweigen herrſchte unter den Anweſen⸗ den. Don Enrigo ließ den blutigen Dolch zur Erde fallen, ſetzte ſich in einem Winkel des Zeltes nieder und bedeckte ſein Geſicht mit beiden Händen. Der Connetable ſuchte ihm Troſt zuzuſprechen und entließ die Zuſchauer der gräßlichen Scene.
„Allerdings,“ ſagte er,„wäre es beſſer geweſen, Ihr hättet dieſes Blut mit Eurem Schwert oder Eurer Streit⸗ axt während der Schlacht vergoſſen; aber Gott hat es anders gewollt. Kommt, Sire, und faßt Muth.“
„Er hat es darauf angefangen, daß es ſo kommen mußte,“ erwiederte der König;„ich hätte ihm gern ver⸗


