Agenor. 167
„Und wenn wir es vorzögen zu ſterben?“
„Das ſteht Euch frei. Dann rechnet aber nicht darauf, daß Euch Don Pedro zu Hülfe kommt.“
„Glaubſt Du?“
„Wir haben eine Armee, er aber nicht, und ehe er eine neue ſammeln kann, ſeid Ihr ſämmtlich Hungers ge⸗ ſtorben. Rettet alſo Euer Leben, da es in Eurer Macht ſteht.“
„Ihr verſprecht uns alſo unſres Lebens zu ſchonen?“
„Der König Don Enrigo, welcher ſo eben angekom⸗ men iſt, bürgt Euch mit ſeinem Worte dafür.“
„Wir können gehen wohin wir wollen und all unſer Eigenthum mitnehmen?“
„Ihr könnt es.“
„Nun wohl, ich will es mir überlegen.“
„Wenn Du Dich binnen hier und zwei Stunden nicht ergiebſt,“ verſetzte der junge Mann,„ſo iſt es um Dein Leben geſchehen.“
„Hm! hm! zwei Stunden... das iſt keine ſonder⸗ liche Freigebigkeit.“
Plötzlich richteten ſich ſeine Augen nach dem Lager der Bretagner. 4
„Sieh doch,“ rief er, indem er auf das Zelt des


