10 Agenor.
Dieſer Bote war niemand anders als der Sohn der alten Amme, in deren Geſellſchaft Agenor ihr als Zigeunerin verkleidet früher einmal begegnet war.
So ſtanden ſich die beiden unverſöhnlichen Feinde Donna Maria und Mothril einander gegenüber und er⸗ warteten, um ſich zu meſſen, nur den Augenblick, wo ſte durch Ruhe und reifliches Nachdenken in den vollen Beſitz aller ihrer Kräfte gekommen ſein würden.
Indeſſen eilte Agener von Mauleon, obgleich er die treue Liebe bewahrte, die ihn an Spanien feſſelte, mit leichtem und fröhlichem Herzen ſeinem Vaterlande zu; allein dabei verhehlte er ſich keineswegs das Schwierige ſeiner Lage. 1
Seine durch die Hochherzigkeit des Prinzen von Wales wiedererlangte Freiheit war ein Glück, um deſſen Fortdauer ihn gewiß Viele beneideten. Er trieb daher ſein Pferd zu möglichſter Eile an und ſchonte es ſo wenig, daß das edle Thier ſchon in Bordeaux vor Ermattung zuſammenbrach und er es hier zurücklaſſen mußte, um es auf der Rückreiſe wieder mitzunehmen. Den noch übri⸗ gen Theil des Wegs legte er mit gemietheten Pferden zurück und kam gänzlich erſchöpft bei dem Könige Karl an, der über das unerwartete Erſcheinen unſres Reiſen⸗ den nicht wenig erſchrak.
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