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Merle ſetzte ſich an ſein Bureau, ſchrieb mit ſeiner hübſchen, kleinen, feinen, ſauberen Schrift einen Brief an ſeinen Freund d'Epagny und gab ihn Herrn Gu⸗ ſtave.
Es war zwei Uhr Nachmittags.
„Gehen Sie heute nicht zu ihm,“ ſagte Merle; „Sie würden ihn nicht mehr zu Hauſe finden: er wird auf einer Probe ſein. Gehen Sie morgen.“
„Um welche Stunde?“
„Um zehn Uhr Morgens.“
Am andern Tage auf den Schlag zehn klingelte Herr Guſtave bei d'Epagny.
Ein Frau von mittlerem Alter öffnete die Thüre.
Es war die Haushälterin vom Verfaſſer von: Do⸗ minique oder der Beſeſſene, einem reizenden kleinen Stücke, das bewunderungswürdig im Theatre⸗ Français von Monroſe Vater geſpielt wurde.
„Iſt Herr d'Epagny zu Hauſe?“
„Was wollen Sie von ihm?“
„Ich habe ihm einen Brief zu übergeben.“
„Von wem?“
„Von einem ſeiner Freunde.“
Die Haushälterig hatte große Luſt, nach dem Namen des Freundes zu fragen, ohne Zweifel wagte ſie es aber nicht. 3
Sie öffnete die Thüre vom Cabinet ihres Herrn und ſagte: 2
„Hier iſt ein junger Mann, der Ihnen einen Brief von einem Ihrer Freunde übergeben will.“
„Wo iſt er?“ fragte Herr d'Epagny, die Naſe er⸗ hebend..
„Hier, mein Herr,“ erwiederte Guſtave, indem er vortrat und ſo angenehm, als es ihm nur immer mög⸗ lich, lächelte.
„Sie bringen mir einen Brief von einem meiner Freunde?“
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