Teil eines Werkes 
10. Bd. (1856)
Entstehung
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geſund, Sie ſind geliebt, geſchätzt, alle Welt ſucht Sie auf, Sie können ſich alſo nicht langweilen.

Wenn dem nicht ſo wäre, würde ich dann ab⸗ reiſen? 8 4 Ich ſehe, daß ich meine Frage nicht richtig geſtellt habe; Sie ſind mir zu ſchlau und ſuchen mir zu ent⸗ ſchlüpfen; aber das beweiſ't mir nur, wie wenig Freund⸗ ſchaft Sie für mich hegen, wie wenig Sie mich achten.

Herr Ritter! habe ich Ihnen nicht ſo eben geſagt, daß ich außer Ihnen Niemand mehr auf dieſer weiten

Erde habe, den ich

Harnibieu! Wenn Sie mich wirklich lieben, ſo zeigen Sie es mir auch! Sie ſind noch ſehr jung, ich bin alt; an mir wäre es alſo, Ihnen ein gutes Beiſpiel zu geben, Muth und Faſſung zu beweiſen, und dennoch, wenn ich an der Seele oder am Leibe verwundet wäre, würde ich Sie zuerſt um Hülfe anrufen!

Ach, Herr Ritter! man iſt nicht immer ſo glück⸗ lich, Jemand zu Hülfe rufen zu können, wenn man leidet!

Ein ſchmerzlicher Seufzer Esperance's begleitete dieſe Worte.

Andere vielleicht nicht, das iſt möglich, rief der Ritter, mir aber kann man Alles ſagen, denn ich bin Crillon!

Das weiß ich wohl. Nun denn, warum ſollte ich Ihnen verhehlen, was Sie nur zu gut ſehen? Ja, ich bin unglücklich!