Teil eines Werkes 
4. Bd. (1856)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

Und dieſe Thür kann nur von den Bewohnern des Pavillons geſchloſſen werden. Von jener Seite kann ſich unſer Mann nicht hereinſchleichen. Nein. Er kommt von rechts, durch das Kloſter.

Du machſt Dir vergebens Sorgen. Ueberall, wo Frauen ſind, ſieht man Männer. Das Wort Frau iſt gleichbedeutend mit Intrigue. Das Wort Mann iſt eben ſo viel, als Nachtſchmetterling. Kaum blinkt ein Licht in dieſem neuen Gebäude, und wäre es auch nur in den Augen dieſer Frauen, ſo kommt raſch ein Schmetterling und umflattert es ſo lange, bis er ſich verbrennt.

O, Betrachtungen dieſer Art habe ich auch ſchon angeſtellt, ſagte Pontis, und zwar mit Veränderungen, die den Frauen noch viel weniger ſchmeichelhaft ſind. Aber was der Augenſchein lehrt, muß man glauben. Wenn der Mann, von dem wir ſprechen, der in dem neuen Hauſe wohnenden Leute wegen käme, ſo würde er in das Haus gehen, nicht wahr?

Ich glaube, ja!

Nun, warum kommt er denn unter unſer Fenſter?

Es iſt wahr! ſagte Esperance.

Wie ein Spürhund, der nach Wildpret ſucht, ſchlich er heran, und dabei wählte er das Gebüſch, um ſich zu verſtecken.

Das iſt ſonderbar.

Sie glauben, dieſer Mann kommt des neuen

Hauſes wegen, und ich glaube, er kommt unſertwegen.

Esperance richtete ſich auf.

*