Teil eines Werkes 
3. Bd. (1856)
Entstehung
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rathen, jetzt haben Sie Mönchen, die meine Todfeinde ſind, geſagt...

Sire, ich ſchwöre Ihnen, daß ich Nichts geſagt, Nichts verrathen, daß ich Sie nie genannt habe!

So hat dieſer Dom Modeſtus wohl Spione?

Nein, er iſt ein ſehr würdiger Mann; aber er iſt dabei ſo klug, daß ihm Nichts entgeht. Außerdem hegt er keinen Haß gegen Sie.

So! ſagte der König, ungläubig lächelnd.

Wenn er Sie haßte, würde er mir nicht ſtets Rathſchläge geben, die von denen, welche Sie bei ihm vorausſetzen, ganz verſchieden ſind.

Was ſind das für Rathſchläge?

Lieben Sie den König, ſagte er, lieben Sie ihn, denn er iſt gut und zum Glücke Frankreichs geboren.

Wahrhaftig? Den nenne ich einen guten Mönch!

Aber ſtatt des Glückes, fügt er noch hinzu, wird er Ihnen Unglück bringen, wenn er in dem Irrthume beharrt... 5

Abh, ſagte der König, da kommt wieder der böſe Mönch! 8

O, Sire, welch ein heidniſches Wort! Iſt man böſe, wenn man Ihr ewiges Heil will? Dann wäre auch ich wohl böſe?

Sie, Gabriele, ſind ein Engel!

Hier iſt das Abendeſſen des Königs! rief Gra⸗ tienne, die triumphirend mit einer irdenen Schüſſel eintrat.