rathen, jetzt haben Sie Mönchen, die meine Todfeinde ſind, geſagt...
— Sire, ich ſchwöre Ihnen, daß ich Nichts geſagt, Nichts verrathen, daß ich Sie nie genannt habe!
— So hat dieſer Dom Modeſtus wohl Spione?
— Nein, er iſt ein ſehr würdiger Mann; aber er iſt dabei ſo klug, daß ihm Nichts entgeht. Außerdem hegt er keinen Haß gegen Sie.
— So! ſagte der König, ungläubig lächelnd.
— Wenn er Sie haßte, würde er mir nicht ſtets Rathſchläge geben, die von denen, welche Sie bei ihm vorausſetzen, ganz verſchieden ſind.
— Was ſind das für Rathſchläge?
— Lieben Sie den König, ſagte er, lieben Sie ihn, denn er iſt gut und zum Glücke Frankreichs geboren.
— Wahrhaftig? Den nenne ich einen guten Mönch!
— Aber ſtatt des Glückes, fügt er noch hinzu, wird er Ihnen Unglück bringen, wenn er in dem Irrthume beharrt... 5
Abh, ſagte der König, da kommt wieder der böſe Mönch! 8
— O, Sire, welch ein heidniſches Wort! Iſt man böſe, wenn man Ihr ewiges Heil will? Dann wäre auch ich wohl böſe?
— Sie, Gabriele, ſind ein Engel!
— Hier iſt das Abendeſſen des Königs! rief Gra⸗ tienne, die triumphirend mit einer irdenen Schüſſel eintrat.


