Teil eines Werkes 
2. Bd. (1846)
Entstehung
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uͤber einen toͤnenden Boden, gleich dem einer Zugbruͤcke kam. Ich irrte mich nicht: ich warf einen Blick aus der Saͤnfte, wir befanden uns in dem Hofe eines Schloſſes.

Was war das fuͤr ein Schloß? Weder Gertrude noch ich wußten es. Oft hatten wir uns unter Weges zu orientiren verſucht, aber wir hatten Nichts als einen endloſen Wald geſehen. Freilich hatte ſich Jeder von uns der Gedanke aufgedraͤngt, daß man uns abſichtlich unnoͤthige und berechnete Umwege in dieſem Walde ma⸗ chen ließe, um uns jede Idee des Ortes, wo wir uns befaͤnden, zu benehmen.

Die Thuͤre unſerer Saͤnfte oͤffnete ſich, und derſelbe Mann, der uns bereits angeredet hatte, lud uns ein, auszuſteigen.

Ich gehorchte ſchweigend. Zwei Maͤnner, welche

ohne Zweifel ins Schloß gehoͤrten, mit Fackeln in den

Haͤnden ſtanden bereit, uns zu empfangen. Wie man mir das ſchreckliche Verſprechen gegeben, ſo zeigte ſich, daß man unſerer Gefangenſchaft die groͤßten Ruͤckſichten erwies. Wir folgten den Maͤnnern, welche die Wachs⸗ fackeln trugen; ſie fuͤhrten uns in ein reich geſchmuͤcktes Schlafzimmer, welches in Hinſicht auf Geſchmack und Styl zu der glaͤnzendſten Zeit Franz I. eingerichtet zu ſein ſchien.

Auf einem prunkvoll gedeckten Tiſche erwartete uns ein Abendeſſen.

— Ihr ſeid hier zu Haus, gnaͤdige Frau, ſagte der Mann, der uns bereits zwei Male angeredet hatte, und