Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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Bei ſeinen Worten, wie beim Schalle einer Sturm⸗ glocke, bebten alle dieſe rachetrunkenen Menſchen; fie ſchauten mit flammenden Augen umher, erblickten de Launay und ſtürzten auf ihn los.

Retten Sie ihn, oder er iſt verloren, ſagte Billot, an Elie und Hullin vorübergehend.

Helfen Sie uns, erwiederten die zwei Männer.

1Ich muß hier bleiben, ich habe auch Einen zu retten.

In einem Augenblick war de Launay von tauſend Händen gepackt, emporgehoben, fortgeſchleppt.

Elie und Hullin eilten ihm nach und riefen:

Haltet ein, wir haben ihm Schonung ſeines Le⸗ bens zugeſagt.

Das war nicht wahr, doch die erhabene Lüge drang gleichzeitig aus dieſen zwei edlen Herzen hervor.

In einer Secunde verſchwand de Launay, ge⸗ folgt von Elie und Hullin, durch den Gang, der aus der Baſtille hinausfuͤhrte, unter dem Geſchrei: Nach dem Stadthaus! nach dem Stadthaus!

De Launay, eine lebendige Beute, war für gewiſſe Sieger ſo viel werth, als die beſiegte Beute der Baſtille.

Sie bot übrigens ein ſeltſames Schauſpiel, die traurige, ſchweigſame Feſte, ſeit vier Jahrhunderten nur durch Wachen, Kerkermeiſter und einen düſtern Gouverneur beſucht, nun aber die Beute des Volks geworden, das in den Höfen umherlief, die Treppen auf und abſtieg, wie ein Bienenſchwarm ſummte und den Granitkorb mit Bewegung und Geräuſch füllte.

Billot ſchaute de Launay einen Augenblick nach; dieſer wurde mehr fortgetragen, als geführt, und ſchien uͤber der Menge zu ſchweben.

Doch in einer Sekunde war er verſchwunden. Billot ſeufzte, ſah umher, erblickte Piton, eilte nach einem Thurme und rief:Dritte Bertaudiére!

Ein zitternder Gefangenwärter fand ſich auf ſei⸗ nem Wege.