Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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der ruhig und die Hand auf einen Stock mit goldenem Knopf geſtützt da ſtand. Dieſer Mann war der Gou⸗ verneur. Er wartete unbeweglich, bis entweder ſeine Freunde ihn retten, oder ſeine Feinde ihn ſchlagen würden.

Billot, als er ihn erblickte, erkannte ihn ſogleich, gab einen Schrei von ſich und ging gerade auf ihn zu.

De Launay erkannte den Pächter auch. Er kreuzte die Arme und wartete, Billot anſchauend, als wollte er zu ihm ſagen:

Wiſt Du es, der mir den erſten Streich verſetzen wird?

Billot begriff und blieb ſtehen.

Wenn ich mit ihm ſpreche, ſagte er zu ſich ſelbſt, ſo mache ich, daß man ihn erkennt; wird er erkannt, ſo iſt er todt.

Doch wie den Doctor Gilbert inmitten dieſes Chaos finden? Wie der Baſtille das in ſeinen Eingeweiden verſchloſſene Geheimniß entreißen?

Dieſes ganze Zögern, dieſes ganze heldenmüthige Bedenken begriff de Launay ebenfalls.

Was wollen Sie? fragte halblaut de Launay.

Nichts, erwiederte Billot, indem er mit dem Finger auf das Thor deutete, um ihm zu bezeichnen, die Flucht ſei noch möglich.Nichts. Ich werde den Doctor Gilbert wohl finden können.

Dritte Bertaudière, antwortete de Launay mit weicher, beinahe gerührter Stimme.

Und er blieb auf derſelben Stelle.

Plötzlich ſprach eine Stimme hinter Billot:

Ahl hier iſt der Gouverneur.

Die Stimme war ruhig, als ob ſie nicht dieſer Welt angehört hätte, und dennoch fühlte man, daß jedes Wort, das ſie geſprochen, ein ſcharfer, gegen die Bruſt von de Launay gerichteter Dolch war.

Gonchon hatte ſo geſprochen. 163