Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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Uebergabe der Feſtung zuzuſtellen und brachten mir den Befehl, ſie zu vertheidigen.

Der Major neigte das Haupt.

Gehen Sie an Ihren Poſten, mein Herr, ſagte de Launay,und verlaſſen Sie ihn nur, wenn ich Sie rufe.

Herr von Losme gehorchte.

Herr de Launay legte kalt das Papier zuſammen, ſteckte es in ſeine Taſche, kehrte zu ſeinen Kanonieren zurück und befahl ihnen, tief und richtig zu zielen.

Die Kanoniere gehorchten, wie Herr von Losme gehorcht hatte.

Doch das Geſchick der Feſtung war beſtimmt, keine menſchliche Macht konnte die Erfüllung verzögern.

Auf jeden Kanonenſchuß antwortete das Volk: Wir wollen die Baſtille.

Und während die Stimmen verlangten, handelten die Arme.

Unter der Zahl der Stimmen, welche am Energiſch⸗ ſten verlangten, unter der Zahl der Arme, welche am Wirkſamſten handelten, waren die Stimmen und die Arme von Billot und Piton.

Nur ging Jeder nach ſeiner Natur zu Werfe.

Billot hatte ſich muthig und vertrauensvoll, nach Art der Bulldogs, Kugeln und Kartätſchen trotzend, mit einem Schlag vorwärts geworfen.

Klug und umſichtig wie der Fuchs, im höchſten Grade mit dem Inſtincte der Erhaltung begabt, be⸗ nützte Pitou alle ſeine Fähigkeiten, um die Gefahr zu überwachen und zu vermeiden.

Seine Augen kannten die mörderiſchſten Schieß⸗ ſcharten, ſie unterſchieden die unmerkliche Bewegung des Erzes, das zu ſchießen im Begriff iſt. Er hatte endlich genau den Moment errathen, wo die Batterie der Wallbüchſe über die Zugbrücke ſpielen würde.

Hatten dann ſeine Augen ihren Dienſt gethan, ſo war die Reihe an ſeinen Gliedern, für ihren Eigen⸗ thümer zu arbeiten.