Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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ſelben Tag! Betrachten Sie die Menſchen, die wir tödten, ſie wachſen aus dem Pflaſter hervor. Dieſen Morgen waren ſie zu fünfhundert, vor zwei Stunden waren es zehntauſend, nun ſind es mehr als ſechzig⸗ tauſend; morgen werden es hunderttauſend ſein. Wenn unſere Kanonen ſchweigen, und das müſſen ſie am Ende thun, werden ſie ſtark genug ſein, die Baſtille mit ihren Händen zu zerſtören.

Sie ſprechen nicht wie ein Militär, Herr von Losme.

Ich ſpreche wie ein Franzoſe, mein Herr. Ich ſage, da Seine Majeſtät uns keinen Befehl gegeben... ich ſage, da uns der Stadtvogt einen ſehr annehmbaren Vorſchlag hat zukommen laſſen, den Vorſchlag, hundert Mann Bürgergarde in das Schloß aufzunehmen, ſo können Sie, um das Unglück, das ich vorherſehe, zu vermeiden, dem Vorſchlag von Herrn von Fleſſelles beitreten.

Ihrer Anſicht nach, Herr von Losmo, iſt alſo die Gewalt, welche die Stadt Paris vertritt, eine Autori⸗ tät, der wir gehorchen müſſen?

In Abweſenheit der unmittelbaren Autorität Seiner Majeſtät, ja, Herr Gouverneur, das iſt meine Anſicht.

Wohl denn, ſprach Herr de Launay, indem er den Major in eine Ecke des Hofes zog,leſen Sie, Herr von Losme..

Und er reichte ihm ein Blättchen Papier.

Der Major las.

Halten Sie feſt; ich beluſtige die Pariſer mit Cocarden und Verſprechungen. Vor dem Ende des Tages wird Ihnen Herr von Bezenval Verſtärkung

ſchicken. Von Fleſſelles. Wie, dieſer Zettel iſt Ihnen zugekommen, Herr Gonverneur? fragte der Major. n dem Brief, den mir die Herren Parlamentäre übergeben haben. Sie glaubten, mir den Befehl zur