Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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Die wüthenden Freudenſchreie verkündigten de Lau⸗ nay, daß das Volk dieſen erſten Vortheil errungen hatte.

Man gab nicht einmal darauf Acht, daß ein Menſch unter der Holzmaſſe zermalmt worden war.

Da brechen, wie in der Tiefe einer Höhle, die ſie beleuchten, die vier Kanonen, welche der Gouverneur Billot gezeigt hat, auf einmal mit einem gräßlichen Lärmen los und fegen dieſen ganzen erſten Hof.

Der eiſerne Orkan hat in der Menge einen langen Blutſtreifen gezogen; zehn bis zwölf Todte, fünfzehn bis zwanzig Verwundete ſind auf dem Wege der Kar⸗ tätſchen geblieben. 4

Billot iſt von ſeinem Dach auf den Boden geglit⸗ ten; doch auf dem Boden hat er Pitou gefunden, der, er weiß nicht wie, hierher gekommen iſt. Pitou hat ein raſches Auge; das iſt eine Gewohnheit des Wild⸗ diebes. Er hat die Artilleriſten die Lunte dem Zündloche nähern ſehen; er hat Billot beim Flügel ſeines Rockes genommen und raſch rückwärts gezogen. Eine Mauer⸗ ecke hat Beide vor dieſer erſten Salve geſchützt.

Von dieſem Augenblick an iſt die Sache ernſt; der Tumult wird gräßlich, das Gemenge tödtlich; gleich⸗ zeitig gehen um die Baſtille her zehntauſend Flinten⸗ ſchuſſe los, welche noch gefährlicher für die Belagern⸗ den, als für die Belagerten. Endlich miſcht eine Kanone, von Soldaten der franzöſiſchen Garde bedient, ihren Donner mit dem Gekrache des Musketenfeuers.

Es iſt ein entſetzlicher Lärmen, bei dem ſich die Menge berauſcht, und dieſer Lärmen fängt an die Belagerten zu erſchrecken, die ſich zählen und einſehen, ſie werden nie einen Lärmen, dem ähnlich, welcher ſie betäubt, machen können.

Die Oſſiciere der Baſtille fühlen inſtinctartig, daß ihre Soldaten ſchwach werden; ſie nehmen ſelbſt Ge⸗ wehre und ſchießen.

In dieſem Augenblick, mitten unter dem Geräuſch von ſchwerem Geſchütz und Kleingewehrfeuer, unter dem

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