Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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211 „Und Sie haben es verſprochen?“ Ja 74

„Und dann?“

„Sie forderte von mir, daß ich die Kanonen zurück⸗ ſchieben laſſe.“

„Und Sie haben ſie zurückſchieben laſſen. Ich weiß das; ich war auf dem Platz der Baſtille, als das Ma⸗ noeuvre ſtattfand.“

„Und Sie glaubten ohne Zweiſel, ich gehorche den Drohungen dieſes Volkes?“

„Ah!“ ſprach Billot,„das ſah wohl ſo aus.“

„Ich ſagte Ihnen ja, meine Herren,“ rief de Launay, indem er ſich gegen die Officiere umwandte,„ich ſagte Ihnen ja, man werde uns dieſer Feigheit fähig halten!“

Dann fragte er wieder Billot:

„Und Sie, in weſſen Auftrag kommen Sie?“

„Im Auftrag des Volkes,“ antwortete Billot ſtolz.

„Es iſt gut,“ erwiederte de Launay lächelnd; „doch ich denke, Sie werden noch eine andere Empfeh⸗ lung haben, denn mit der, auf die Sie ſich ſtützen, wären Sie nicht durch die erſte Linie der Schildwachen gekommen.“

„Ja, ich habe einen Geleitsbrief von Herrn von Fleſſelles, Ihrem Freund.“ 3

„Fleſſelles! Sie haben geſagt, er ſei mein Freund?“ entgegnete de Launay, indem er Billot anſchaute, als hätte er in der tiefſten Tiefe ſeines Herzens leſen wol⸗ len.„Woher wiſſen Sie, ob Herr von Fleſſelles mein Freund iſt?“

„Ich habe vermuthet, er ſei es.“

„Vermuthet; nicht mehr? Es iſt gut, laſſen Sie den Geleitsbrief ſehen.“

Billot reichte ihm das Papier.

De Launay las es ein erſtes, dann ein zweites Mal, öffnete es, um zu ſehen, ob es nicht eine zwiſchen den zwei Seiten verborgene Nachſchrift vuthalte, hielt