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Ich ſage Ihnen, daß ich in jener Welt Niemand kenne.“
„Fleſſelles! Fleſſelles!“ ſprach eine dumpfe, muͤrriſche Stimme hinter dem Stadtvogt.„Wenn Du fortfährſt, zwei Geſichter zu haben, eines, das den Ariſtokraten, ein anderes, das dem Volke zulächelt, ſo wird vielleicht zwiſchen jetzt und morgen ein Paffirſchein für jene Welt, aus der Niemand mehr zurückkommt, für Dich unterzeichnet ſein.“
Der Stadtvogt wandte ſich bebend um.
„Wer ſpricht ſo?“ ſagte er.
„Ich, Marat.“
„Marat, der Philoſoph, Marat, der Arzt!“ rief Billot.
„Ja,“ antwortete dieſelbe Stimme.
„Ja, Marat, der Philoſoph, Marat, der Arzt,“ ſagte Fleſſelles,„welcher in letzter Eigenſchaft bemüht ſein müßte, die Narren zu heilen, was für ihn ein Weeile wäre, heute eine große Anzahl von Kunden zu
aben.“
„Herr von Fleſſelles,“ erwiederte der finſtere Redner, „dieſer brave Mann verlangt von Ihnen einen Einlaß⸗ ſchein für Herrn de Launay. Ich bemerke Ihnen, daß nicht nur er auf Sie wartet, ſondern daß auch drei⸗ tauſend Menſchen auf ihn warten.“
„Es iſt gut, mein Herr, er ſoll ihn haben.“
Fleſſelles trat an ſeinen Tiſch, fuhr mit einer Hand über ſeine Stirne, ergriff mit der andern eine Feder und ſchrieb raſch ein paar Zeilen.
„Hier iſt Ihr Einlaßſchein,“ ſprach er, Billot das
apier reichend.
„Leſen Sie,“ ſagte Marat.
„Ich kann nicht leſen.“
„Nun, ſo geben Sie, ich werde leſen.“
Billot reichte das Papier Marat.
zder Einlaßſchein war in folgenden Worten ab⸗
aßt:


