Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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träumte, bewunderte Billot dieſes edle, weiße, perl⸗ mutterartige Antlitz, das Feuerauge, den ſpöttiſchen, feinen Mund, die Adlernaſe und das kräftige Kinn, das zugleich Adel der Seele und Adel des Blutes verrieth.

Du ſagſt, Dein Vater ſei in der Baſtille? fragte endlich der Pächter.

Ja.

Und warum?

Weil mein Vater ein Freund von Lafayette und Waſhington iſt; weil mein Vater mit dem Schwerte für die Unabhängigkeit Amerikas und mit der Feder für die Frankreichs gekämpft hat; weil mein Vater in beiden Welttheilen dafür bekannt iſt, daß er die Ty⸗ rannei haßt; weil er die Baſtille, wo die Andern leiden, verflucht hat... Darum brachte man ihn dahin.

Wann dies?

Vor ſechs Tagen.

Und wo hat man ihn verhaftet?

Im Havre, wo er gelandet.

Woher weißt Du das?

Ich habe einen Brief von ihm erhalten.

Daittt vom Havre?

a.

Und man hat ihn im Havre ſelbſt verhaftet?

In Lillebonne.

Auf, Kind, ſchmolle nicht mit mir und gib mir alle Umſtände an, die Du weißt. Ich ſchwöre Dir, daß ich meine Knochen auf dem Platze der Baſtille laſſe, oder Du ſiehſt Deinen Vater wieder.

Sebaſtian ſchaute den Pächter an; und als er wahr⸗ nahm, daß er aus dem Grunde des Herzens zu ſprechen ſchien, beſänftigte er ſich.

Nun, ſagte er,in Lillebonne hatte er Zeit ge⸗

habt; mit Bleiſtift folgende Worte in ein Buch zu ſchreiben:

Sebaſtian, man verhaftet mich, und ührt mi in die Baſtille. Jaſtet wich, und fihrt mig 11*