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ſo ſchöne Büchſe habe, ſondern nach dem Stadthauſe oder in’s Invalidenhaus. Inſofern ich aber nach Paris gekommen bin, nicht um mich zu ſchlagen, ſondern um die Adreſſe von Herrn Gilbert zu erfahren, ſo müßte ich, wie mir ſcheint, in das College Louis⸗le⸗Grand gehen, wo ſein Sohn iſt, mit dem Vorbehalt, wenn ich den Doctor geſehen habe, mich wieder in dieſen ganzen Wirrwarr zu ſtürzen.“
Und die Augen des Pächters ſchleuderten Blitze.
„Zuerſt in das College Louis⸗le⸗Grand zu gehen, kommt mir logiſch vor, da wir zu dieſem Ende nach Paris gekommen ſind,“ ſprach Pitou pathetiſch.
„Nimm alſo einen Musketon, einen Säbel, irgend eine Waffe von einem der Faullenzer, welche dort liegen,“ ſagte Billot, auf einen der fuͤnf bis ſechs auf der Erde ausgeſtreckten Dragoner deutend,„und laß uns nach dem College Louis⸗le⸗Grand gehen.“.
„Aber dieſe Waffen,“ entgegnete Pitou zögernd, „ſte gehören nicht mir.“
„Wem gehören ſie denn?“ fragte Billot.
„Sie dehure dem König.“
„Sie gehören dem Volk,“ ſagte Billot. 1
Stark durch das Gutheißen des Pächters, den er als einen Mann kannte, der ſeinen Nachbar nicht um ein Hirſenkörnchen hätte benachtheiligen wollen, näherte ſich Pitou mit allen Arten von. Vorſichtsmaßregeln dem
ragoner, welcher ihm am nächſten lag, und nachdem
er ſich verſichert hatte, daß er wirklich todt war, nahm krſch ſeinen Säbel, ſeinen Musketon und ſeine Patron⸗ aſche. Pitou hatte große Luſt, ihm auch ſeinen Helm zu nehmen, nur wußte er nicht, ob das, was der Vater Billot von den Angriffswaffen geſagt hatte, ſich auch auf die Vertheidigungswaffen erſtreckte.
Doch während er ſich bewaffnete, horchte Pitou nach der Place Vendome hin.— r
Ange Pitou, 1, 10


