Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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der Stadt liegenden breiten Graben fand, welchen man ohne Zweifel wegen des Ausrufs, den ſein Anblick der Bruſt der Aſthmatiſchen entlockte, die darüber zufrie⸗ den waren, daß ſie einen ſo langen Weg zurückgelegt, ohne zu ſehr athemlos geworden zu ſein, den Haha nannte.

3. Von einer Mehrzahl von Handwerksleuten, welche die ganze Woche arbeiteten und ſich nur Sonn⸗ tags den Spaziergang erlaubten, deſſen ſich ihre mehr vom Glück begünſtigten Mitbürger alle Tage erfreuten.

4. Und endlich von einigen elenden Proletariern, für welche die Woche nicht einmal einen Sonntag hatte und die, nachdem ſie ſechs Tage im Lohne ent⸗ weder der Adeligen, oder der Bürger, oder ſogar der Handwerker gearbeitet, ſich am ſiebenten im Forſte ver⸗ breiteten, um hier das dürre oder abgebrochene Holz zu ſammeln, das der Sturm, dieſer Schnitter der Wälder, für den die Eichen nur Aehren ſind, zerſtreut auf den düſtern, feuchten Boden des Hochwaldes, der herrlichen Apanage des Prinzen, warf.

Hätte Villers⸗Cotterets(Villerii ad Cotiam Retiae) das Unglück gehabt, eine Stadt zu ſein, welche in der Geſchichte wichtig genug, daß die Archäologen ſich mit ihr beſchäftigt und ihre ſtufenweiſen Uebergänge vom

Dorf zum Marktflecken und vom Marktflecken zur Stadt,

welchen letzten Uebergang man, wie geſagt, ſtreitig

macht, verfolgt haben würden, ſo hätten ſie ſicherlich

den Umſtand bezeichnet, daß dieſes Dorf Anfangs eine doppelte Reihe von Häuſern, gebaut auf beiden Seiten der Straße von Paris nach Soiſſons, war; dann hätten ſie beigefügt, allmälig habe ſeine Lage am Saume eines ſchönen Waldes einen Zuwachs von Einwohnern her⸗ beigeführt, andere Straßen haben ſich mit der erſten verbunden, ſie ſeien auseinandergelaufen wie die Strah⸗ len eines Sternes und haben ſich ausgeſtreckt gegen andere kleine Ortſchaften, mit denen Verbindungen zu erhalten wichtig geweſen, ſeien aber zugleich wieder