Teil eines Werkes 
Die schwarze Tulpe / von Alexander Dumas ; aus dem Französischen von August Zoller
Entstehung
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Als man in das Stadthaus zurückgekehrt war, deutete der Prinz auf die Börſe mit den hunderttauſend Gulden in Gold und ſprach zu Cornelius:

Man weiß nicht genau, wer dieſes Geld verdient hat, Ihr oder Roſa? denn wenn Ihr die ſchwarze Tulpe gefunden habt, ſo hat ſie dieſelbe aufgezogen und zur Blüthe gebracht; es wäre auch ungerecht, wenn man es ihr nicht als Mitgift anbieten würde.

Ueberdies iſt es das Geſchenk der Stadt Harlem an die Tulpe.

Cornelius wartete, um zu erfahren, worauf der Prinz abzielte. Dieſer fuhr fort:

Ich gebe Roſa hunderttauſend Gulden, die ſie wohl verdient hat und Euch anbieten kann; ſie ſind der Preis ihrer Liebe, ihres Muthes, ihrer Redlichkeit.

Was Euch betrifft, ſo hat man, abermals durch Roſa, welche den Beweis Eurer Unſchuld beibrachte,(hier reichte der Prinz Cornelius das uns bekannte Blatt aus der Bibel, auf welches der Brief von Cornelius de Witt geſchrieben war, und das zum Einwickeln der dritten Brutzwiebel gedient hatte),was Euch be⸗ trifft, ſo hat man bemerkt, daß Iyr wegen eines nemechrna⸗ das Ihr nicht begangen, eingeſperrt ge⸗ weſen.

Damit ſage ich Euch nicht nur, daß Ihr frei ſeid, ſondern auch, daß das Vermögen eines unſchuldigen Mannes nicht confiscirt werden kann.

Euer Vermögen wird Euch alſo zurückgegeben werden.

Herr van Baerle, Ihr ſeid der Täufling von Herrn Cornelius de Witt und der Freund von Herrn Johann. Bleibt würdig des Namens, den Euch der Eine auf dem Taufſtein anvertraut hat, und der Freund⸗ ſchaft, die der Andere für Euch gehegt. Bewahrt die Tradition der Verdienſte von Beiden, denn die Herren de Witt waren, ſchlecht verurtheilt, ſchlecht beſtraft in